Der Frühling bringt das Asthma
Für viele Menschen bedeutet der Frühling nicht nur Sonne und wärmere Temperaturen, sondern auch mehr Asthma-Beschwerden. Hauptgrund dafür ist der steigende Pollenflug. Durch den Klimawandel beginnt die Pollensaison zudem immer früher und dauert oft länger an.
Wenn Bäume, Gräser und Blumen blühen, gelangen große Mengen Pollen in die Luft. Bei empfindlichen Personen kann dies allergisches Asthma auslösen. Besonders häufig sind im Frühling Birkenpollen, später Gräserpollen sowie Frühblüher wie Hasel oder Erle verantwortlich. Daneben gibt es ganzjährige Allergene wie Hausstaubmilben oder Tierhaare.
Was passiert bei Asthma im Körper?
Das Immunsystem reagiert überempfindlich auf eigentlich harmlose Stoffe. Die Atemwege entzünden sich und verengen sich. Typische Symptome sind Husten, Atemnot und pfeifende Atmung („Wheezing“).
Was tun bei Beschwerden?
Wer unter Atemproblemen oder länger anhaltendem Husten leidet, sollte die Beschwerden ärztlich abklären lassen. Hilfreich ist außerdem ein Blick auf aktuelle Pollenprognosen, etwa unter polleninformation.at.
Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung, die schubweise auftreten kann – auch nach längeren beschwerdefreien Phasen. Je früher eine gezielte Behandlung beginnt, desto besser lassen sich Beschwerden kontrollieren und langfristige Folgen vermeiden.
Therapie und Vorbeugung
Da Pollen zu den häufigsten Auslösern zählen, kann eine spezifische Immuntherapie („Allergie-Impfung“) sinnvoll sein. Ebenso wichtig ist es, Allergene möglichst zu vermeiden – etwa durch geschlossene Fenster bei hoher Pollenbelastung oder das Wechseln der Kleidung nach Aufenthalten im Freien.
Auch antiallergische Medikamente können die Symptome deutlich lindern.
Weitere mögliche Auslöser sind Infekte, Luftverschmutzung, Kälte, Stress, starke körperliche Belastung oder Medikamentenunverträglichkeiten, etwa gegenüber Aspirin.
Moderne Behandlungsmöglichkeiten
Heute lässt sich Asthma in den meisten Fällen sehr gut behandeln. Moderne Medikamente wirken gezielt in den Atemwegen und sind meist gut verträglich.
Die Standardtherapie erfolgt mit sogenannten Inhalativa. Dabei werden die Wirkstoffe direkt eingeatmet und gelangen unmittelbar in die Atemwege. Das Inhalieren dauert bei richtiger Anwendung nur wenige Sekunden und muss meist ein- bis zweimal täglich durchgeführt werden.
Mit einer gut eingestellten Therapie ist ein beschwerdefreies Leben ohne größere Einschränkungen möglich – auch Sport sollte weiterhin Teil des Alltags bleiben.
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