Zeigt her eure Füße: 5 einfache Tipps für gesunde Füße

Gesunder Fuß – Tipps zur richtigen Fußpflege

Unsere Füße tragen uns durchs Leben und bekommen dafür erstaunlich wenig Aufmerksamkeit. Wir zwängen sie in Schuhe, laufen kilometerweit auf ihnen herum und erinnern uns häufig erst an sie, wenn etwas drückt, schmerzt oder die Sandalensaison beginnt. Dabei braucht gute Fußpflege weder eine halbe Badezimmereinrichtung noch ein kompliziertes Beauty-Ritual. Fünf Dinge machen schon einen Unterschied.

Haut oder Horn?

Hornhaut ist zunächst einmal nichts Schlimmes. Sie entsteht dort, wo die Haut regelmäßig Druck und Reibung ausgesetzt ist, und erfüllt damit sogar eine Schutzfunktion. Wird sie allerdings sehr dick, trocken oder rissig, kann sie unangenehm werden.

Überschüssige Hornhaut lässt sich vorsichtig mit einem Bimsstein oder einer geeigneten Fußfeile reduzieren. Danach freut sich trockene Haut über eine feuchtigkeitsspendende Pflege. Finger weg von Hornhauthobeln, Rasierklingen und anderen scharfen Werkzeugen: Damit ist schnell nicht nur die Hornhaut erwischt, sondern auch gesundes Gewebe. 

Wer Diabetes, Durchblutungsstörungen oder Probleme mit der Wundheilung hat, sollte bei Hornhaut und anderen Fußproblemen besonders vorsichtig sein und im Zweifel eine podologische Praxis aufsuchen. 

Nägel oder Krallen?

Auch Fußnägel brauchen keine große Inszenierung. Nagelknipser oder Nagelzange reichen völlig – entscheidender ist, wie geschnitten wird: möglichst gerade, nicht zu kurz und nicht tief in die seitlichen Ecken. Das kann helfen, eingewachsenen Nägeln vorzubeugen. Scharfe Kanten anschließend einfach vorsichtig glattfeilen. 

Die Nagelhaut muss ebenfalls nicht aggressiv entfernt werden. Sie schützt den Bereich zwischen Nagel und Haut. Wer sie kosmetisch zurückschieben möchte, kann sie vorher einweichen und anschließend behutsam mit einem geeigneten Holzstäbchen bearbeiten.

Fit oder faul?

Füße bestehen aus einem ziemlich ausgeklügelten Zusammenspiel von Knochen, Gelenken, Muskeln, Sehnen und Bändern – und auch sie profitieren von Bewegung. Wer den ganzen Tag sitzt oder seine Füße überwiegend in festen Schuhen parkt, kann ihnen deshalb zwischendurch etwas Abwechslung gönnen.

Die einfachste Fußgymnastik braucht nicht einmal Sportkleidung: Zehen spreizen und wieder entspannen, die Füße kreisen lassen, einige Male auf die Zehenspitzen gehen oder kleine Gegenstände mit den Zehen greifen. Das mobilisiert und trainiert die Fußmuskulatur – und lässt sich problemlos in den Alltag einbauen.

Stress oder Entspannung?

Nach einem langen Tag auf den Beinen dürfen die Füße auch einfach mal Feierabend haben. Schuhe aus, Füße hoch und ein paar Minuten nichts tun – manchmal ist Fußpflege tatsächlich so einfach.

Wer mag, verbindet das mit einer kleinen Massage. Etwas Öl oder Creme auftragen und Fußsohle und Ferse mit gleichmäßigen Bewegungen massieren. Das kann angenehm sein und verspannte Füße nach Belastung entspannen. Bei anhaltenden Schmerzen, Schwellungen oder anderen auffälligen Veränderungen sollte allerdings nicht immer weiter massiert, sondern die Ursache medizinisch abgeklärt werden.

Zugeknöpft oder nackig?

Barfußlaufen lässt unsere Füße wieder Dinge tun, die Schuhe ihnen weitgehend abnehmen. Auf geeigneten Untergründen werden Muskeln und unterschiedliche Sinnesreize angesprochen – und ganz nebenbei bekommen die Füße eine Pause vom Schuh.

Dabei gilt allerdings: Barfuß ist nicht automatisch für jeden und überall besser. Verletzungsgefahr, Untergrund und individuelle Erkrankungen spielen eine Rolle. Menschen mit Diabetes oder eingeschränktem Gefühl in den Füßen sollten wegen unbemerkter Verletzungen besonders vorsichtig sein. 

Für alle anderen kann schon die Wohnung ein guter Anfang sein: Schuhe aus und die Füße gelegentlich wieder selbst arbeiten lassen.

Auch das richtige Schuhwerk spielt eine Rolle: Schuhe sollten ausreichend Platz bieten und weder Zehen noch Vorfuß dauerhaft einengen. Wer viel läuft oder lange steht, profitiert außerdem davon, Schuhe regelmäßig zu wechseln und auf eine passende, bequeme Passform zu achten.

Unsere Füße müssen nicht schön sein. Aber ein bisschen Aufmerksamkeit haben sie verdient – schließlich bringen sie uns ziemlich zuverlässig durch den Tag.

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Bildnachweis: @Alicia Christin Gerald auf Unsplash

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