Medizin im Wandel
Die 20. AIDS- und Infektiologie-Tage verbinden Wissenschaft, Praxis und gesellschaftliche Realität. Neue Therapieansätze, komplexe Lebensrealitäten und gesellschaftliche Entwicklungen stellen Medizin und Versorgung vor neue Aufgaben. Unter dem Motto „Somatische und psychosoziale Aspekte bei HIV, AIDS und Infektionskrankheiten“ greifen die 20. Münchner AIDS- und Infektiologie-Tage, die vom 27.–29. März 2026 in Berlin stattfinden, diese Herausforderungen auf. Viele Impulse aus Forschung, Praxis und Community flossen in das Programm ein – für einen Kongress, der Wissenschaft, Versorgung und gesellschaftliche Realität verbindet.
40 Jahre Wissen und Wandel
Seit 1986 bieten die AIDS- und Infektiologie-Tage Raum für interdisziplinären Austausch zwischen Medizin, Forschung und Community. Was als Plattform zur Diskussion neuer HIV-Therapien begann, ist heute ein Forum, das die gesamte Bandbreite infektiologischer Fragen abbildet – von globaler Epidemiologie über gesellschaftliche Entwicklungen bis zu digitalen Innovationen. Das Jubiläum steht für 40 Jahre Wissen, Erfahrung und Veränderung. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Hans Jäger, Dr. Jan Thoden und Dr. Eva Wolf werden aktuelle Erkenntnisse mit gesellschaftlichen Perspektiven verknüpft, um die Zukunft der Versorgung aktiv mitzugestalten.
Themenschwerpunkte 2026
Im Fokus stehen langwirksame Therapien und neue Substanzklassen, die den Blick auf Prävention und Heilung verändern. Der Bereich Infektiologie im Wandel widmet sich globalen Erregern, klinischen Fallbeispielen und individuellen Risiken. Auch Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Medizin – mit Chancen und offenen Fragen: Wie verändert sie den klinischen Alltag, wo liegen ihre Grenzen? Gesellschaftliche Themen wie Migration, Sexualität, Drogenpolitik und Gesundheit verdeutlichen, dass Medizin immer im sozialen Kontext steht. Ergänzend werden neue Ansätze aus Hämatologie und Onkologie vorgestellt.
Dialog auf Augenhöhe
Charakteristisch für die AIDS- und Infektiologie-Tage ist ihre offene, kollegiale Atmosphäre. Neben fundierten medizinischen Inhalten steht der Austausch im Mittelpunkt. In Workshops und interaktiven Formaten diskutieren Fachleute aus Kliniken, Forschung und Versorgung aktuelle Fälle. Für das Programm 2026 sind bis zu 20 CME-Punkte beantragt. „Die Infektiologie ist ein Feld, das sich ständig verändert. Unser Ziel ist es, diesen Wandel gemeinsam zu gestalten – wissenschaftlich fundiert, menschlich zugewandt und mit Blick auf die Realität der Versorgung“, sagt Dr. Hans Jäger, Gründer der Münchner AIDS- und Infektiologie-Tage.
Das Jubiläum in Berlin steht für Aufbruch und Vernetzung. Der Kongress zeigt, wie medizinischer Fortschritt und soziale Realität gemeinsam gedacht werden können – als Aufgabe für Ärztinnen und Ärzte, Forschende, Community und Politik.
20. Münchner AIDS- und Infektiologie-Tage
27.–29. März 2026
Hotel Berlin, Berlin, Lützowplatz 17
www.aids-tage.de



